Orthopädietechnischer Know-how-Transfer nach Indien

Von Magnus Fischer

In Kerala im Südwesten Indiens verzeichnet man nicht nur ein niedriges Einkommensniveau, sondern auch die höchste Diabetiker-Quote des Landes – und daraus folgend eine Unmenge an orthopädischen Fällen. Über Robert Leyerer von paromed wurde Manfred Klaus auf mich aufmerksam, der für paromed als Distributor in Indien fungiert und zudem Teilhaber bei FootPro in Kerala ist.

Zusammen mit seiner Frau und dem indischen FootPro-Geschäftsführer Herrn Hardi, besuchte mich Manfred Klaus in Burglengenfeld, um sich über den technischen und medizinischen Stand der Diabetesversorgung in Deutschland und Ausbildungsmöglichkeiten für indische Mitarbeiter zu informieren.

Der Hintergrund: In Indien ist ihrer Auffassung nach der Ausbildungsstand der Fachkräfte aus der technischen Orthopädie, die sich kaum um Diabetes kümmern können, sehr gering. Auch würden dort die meisten Ärzte nicht den Nutzen von orthopädischen oder Diabetiker-Schuhen und Einlegesohlen aus EVA (hochwertiger, isolierender, reiß- und rutschfester Schaumstoff, der kein Wasser aufnimmt) kennen.

Spannend! Beim Rundgang durch Werkstatt, Geschäft und Vermessungs-/Behandlungsräume zeigten sich die drei Gäste sehr interessiert – immer wieder diskutierten wir über Wünschenswertes und Machbares. Für mich ist es dabei immer erfreulich, wenn solche Treffen auch Ergebnisse haben und es z.B. zum Know-how-Transfer und nachhaltigen Partnerschaften kommt.

In diesem Fall ist es neben den Kontakten zur Handwerkskammer und dem Ausbildungszentrum technische Orthopädie in Landshut (mögliche Ausbildung für indische Techniker!), die ich herstellen durfte, auch eine Einladung von Herrn Hardi und Herrn Klaus nach Indien. Dort soll ich vor Ort Ärzte und Techniker schulen bzw. den Status Quo in Deutschland zu zeigen …

… ich werde berichten

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